Fizio Aktiv

Kinesitherapie (Kinese = Bewegung) beschäftigt sich mit der Anwendung therapeutischer Übungen, um die Funktionen des Bewegungsapparates zu erhalten, aufzubauen und zu entwickeln. Die Kinesitherapie ist eine der wichtigsten Maßnahmen der medizinischen Rehabilitation körperbehinderter Menschen, da sie nicht durch andere Maßnahmen und Medikamente ersetzt werden kann. Therapeutische Übungen werden nach ihrer Ausführung unterteilt in: passive Übungen und aktive Übungen.

PASSIVE ÜBUNGEN

Dies sind Übungen, die der Physiotherapeut in Form von passiven Bewegungen einzelner Extremitätenteile am Patienten durchführt. Die Aufgaben der passiven Übungen sind:

  • Aufrechterhaltung der physiologischen Länge der Antagonistenmuskeln und somit Verhinderung von Verkürzungen und späteren Gelenkkontrakturen. Wenn bereits eine Verkürzung der Muskulatur eingetreten ist, versucht man durch passive Übungen, Dehnung der Muskulatur, deren Länge und damit den Bewegungsumfang im Gelenk zu vergrößern.
  • Bei passiven Übungen mit entfernter Extremität gelangen Impulse von der Peripherie zu den Nervenzellen der Großhirnrinde. Die aktive Teilnahme des Patienten an der Durchführung passiver Übungen durch maximale Konzentration seiner Aufmerksamkeit und seines Willens, diese entsprechende Bewegung aktiv auszuführen, wird durch die sogenannte Faszilitation, die die Aktivität der kortikalen Zellen erhöht.

AKTIVE ÜBUNGEN

Aktive Übungen sind das Ergebnis einer willkürlichen Muskelaktivität und der Patient führt sie selbst auf der Grundlage der Anweisungen eines Physiotherapeuten durch, der verpflichtet ist, dem Patienten die Hauptelemente der Übungen wie Ausgangsposition, Übungsablauf, Geschwindigkeit und Anzahl zu erklären von Wiederholungen.

Mit aktiven Übungen wird:

  • Bewegungskoordination (Harmonie in der Bewegungsausführung) entwickelt
  • die Geschwindigkeit der Bewegungsausführung erhöht und erreicht damit eine Automatisierung (Fertigkeiten und Fähigkeiten in der Ausführung, hauptsächlich manueller Tätigkeiten) erreicht, wobei die Etablierung automatischer Bewegungen eine große Anzahl von Wiederholungen erfordert und gleichzeitig die Zeit für die Ausführung von Bewegungen verkürzt
  • die lokale und allgemeine Ausdauer erhöht
  • aktive Übungen mit Belastung (Überwindung der Belastung oder des Widerstands durch die Muskeln) die Muskelkraft und den Muskeltrophismus erhöht.

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